Rich in History, Young at Heart

1. März, 2026 | Ausgabe I/2026, Der Mensch., Der Mensch. [I/2026]

Opulente Kronleuchter, hohe Decken, antikes Mobiliar, luxuriöses Ambiente. Es gibt Häuser, die man nicht einfach betritt. Man fühlt sich ihnen verbunden.

Foto: Herzog & de Meuron

Das Grand Hotel Les Trois Rois in Basel ist so ein Haus. Seit Jahrhunderten liegt es am Rhein, hört zu, beobachtet, erinnert sich. Es kennt die Stadt in all ihren Stimmungen – festlich und leise, selbstbewusst und lebendig. Für Basel und die Menschen dort war es nie nur ein Hotel. Es war Treffpunkt, Bühne, Rückzugsort. Ein Ort, an dem man sich verabredet, verabschiedet, wiederfindet. Und immer auch ein Stück Zuhause, exklusiv, luxuriös, einzigartig. Und das ist es noch heute.

Jeder Gang ein Statement. Ein Menü voller Präzision, Geschmack und Eleganz.
Foto: Grand Hotel Les Trois Rois

Das Grand Hotel Les Trois Rois erzählt Geschichte. Seit 1681, als es noch Drei Könige hieß, ist das Haus Teil des Basler Lebens und seiner großen Momente. Auch in der internationalen Welt des Pferdesports genießt das Hotel hohes Ansehen. Die Inhaberfamilie Straumann ist seit Generationen eng mit der Pferdewelt verbunden und trägt diese Leidenschaft sichtbar nach außen. Als Platin-Sponsor der Longines CHI Classics Basel – einem der bedeutendsten Weltklasse-Pferdesportturniere Europas – bekennt sich das traditionsreiche Haus zu Exzellenz, Eleganz und internationaler Klasse. Während des Turniers wird das Hotel zum stilvollen Treffpunkt der Reitsportelite und spiegelt den besonderen Charakter eines Events wider, das sportliche Höchstleistung, Prestige und weltweite Anziehungskraft auf einzigartige Weise vereint. Wenn ein solches Haus sich verändert, spürt das eine ganze Stadt. Darum ist die Devise des Grand Hotel Les Trois Rois, Neues und Altes, Historisches und Modernes in Symbiose zu bringen – alles in der richtigen Balance und in enger Beziehung. Mit der Wiedereröffnung des neugestalteten Kopfbaus im vergangenen Jahr hat das Les Trois Rois ein neues Kapitel aufgeschlagen. Kein Neuanfang, sondern eine Weitererzählung.

Ein Rückzugsort mit Charakter: Die Juniorsuiten im Les Trois Rois bieten großzügigen Raum und stilvolle Details.
Foto: Herzog & de Meuron

Geschichte wurde hier nicht konserviert, sondern bewusst geöffnet – für neue Perspektiven, neue Nutzungen und neue Beziehungen. Für ein Haus, das sich seiner Herkunft sehr bewusst ist, sie schätzt und pflegt und dennoch im Jetzt stehen möchte, modern und vielseitiger als je zuvor. Eine gewachsene Beziehung Die Verbindung zwischen Basel und dem Les Trois Rois ist keine formelle. Sie ist gewachsen. Seit 1681. Damals noch als Gasthof gegründet, entwickelte sich das Haus über die Jahrhunderte zu einer der ersten 42 Adressen Europas. Es überstand Umbrüche, Moden, politische und gesellschaftliche Veränderungen – und blieb dabei stets Teil der Stadt. Nicht als Denkmal, sondern als lebendiger Ort. Der Standort am Rhein war dabei nie zufällig. Hier treffen Wege aufeinander, hier kommt Bewegung ins Spiel. Reisende, Künstler, Kaufleute, Denker – das Les Trois Rois war immer ein Ort der Begegnung. Diese Offenheit prägt das Haus bis heute und war auch leitend für den Umbau des denkmalgeschützten Kopfbaus. Die Aufgabe war anspruchsvoll: Wie erneuert man ein Gebäude, das seit 1903 an dieser prominenten Ecke steht, ohne seine Würde zu verlieren? Das Architekturbüro Herzog & de Meuron hat darauf mit Haltung reagiert.

Foto: Herzog & de Meuron

Der neue Kopf bau versteht sich nicht als Verlängerung des historischen Haupthauses, sondern als bewusstes Gegenüber. Inspiriert von klassizistischer Eleganz und französischem Flair, aber übersetzt in eine zeitgenössische Sprache. Im Inneren entfaltet sich diese Haltung Geschoss für Geschoss. Unterschiedliche Raumwelten, eigens entworfene Möbel, fein abgestimmte Farbkonzepte und ein sensibles Spiel mit Licht und Materialien prägen die Atmosphäre. Es sind Räume, die nicht laut beeindrucken wollen, sondern Wirkung entfalten. Urban dort, wo Leben pulsiert. Ruhig dort, wo Rückzug gefragt ist. Kein Bruch, sondern Balance Besonders deutlich wird dieser Ansatz in den Zimmern und Suiten des neuen Kopfbaus. Hier geht es nicht um kurzfristige Trends, sondern um Dauer. Maßgefertigte Möbel, klare Linien und eine handwerkliche Präzision, die spürbar bleibt. Die Suite des Les Trois Rois bildet dabei den Höhepunkt: großzügig angelegt, mit fließen den Übergängen, privatem Fitnessbereich, separatem Dining-Room und einem Balkon mit Blick auf den Rhein und die Altstadt. Ein Raum, der Weite zulässt und dennoch Geborgenheit vermittelt. Die Junior Suiten setzen bewusst andere Akzente. Samtrote Nischen, hochglänzende Decken, dunkle Holzflächen – Kontraste, die Spannung erzeugen und einen selbstbewussten Bruch zur klassischen Ästhetik des Haupthauses markieren. Hier zeigt sich das „Young at Heart“ des Hauses besonders deutlich: mutig, neu gierig, zeitgenössisch. Beziehung bedeutet im Les Trois Rois immer auch Begegnung. Die neu gestalteten Räume Caspar, Melchior und Balthasar im ersten Obergeschoss sind dafür geschaffen worden.

Foto: Herzog & de Meuron

Kulinarische Exzellenz beginnt im Team. Die Küchencrew zwischen Präzision und Leichtigkeit.
Foto: Grand Hotel Les Trois Rois

Wandelbar, technisch auf dem neuesten Stand und dennoch von eleganter Atmosphäre geprägt, bieten sie Raum für Feiern, Konferenzen und private Dîners. Orte, die sich den Menschen anpassen – nicht umgekehrt. Mit dem Restaurant BANKS, das im Herbst 2025 eröffnet wurde, erweitert das Haus diesen Gedanken um eine kulinarische Dimension. Europäische und asiatische Einflüsse, eine skulpturale Bar als Mittelpunkt, darüber ein schwebendes Kunstwerk des Künstlerduos Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger und ein Raumkonzept, das sich in sanften Ebenen zum Rhein öffnet. BANKS versteht sich als Treffpunkt – für Hotelgäste ebenso wie für die Stadt. Für den schnellen Drink ebenso wie für lange Abende. Einen bewussten Gegenpol bildet das Seijaku Wellbeing – eine Oase der Ruhe im geschmackvoll ausgebauten Dachgeschoss. Inspiriert von der japanischen Philosophie der Stille und Achtsamkeit, entsteht hier ein Rückzugsort über den Dächern von Basel. Warme Holztöne, Lehmwände, Tatami und handgearbeitete Papierpaneele schaffen eine Atmosphäre der Reduktion. Ein Ort, an dem Ruhe nicht inszeniert, sondern ermöglicht wird. Das familiengeführte Grand Hotel Les Trois Rois zeigt mit dem neuen Kopfbau, wie Wandel gelingen kann: nicht als Bruch mit der Vergangenheit, sondern als Fortsetzung einer langen Beziehung. Zwischen Stadt und Haus. Zwischen Geschichte und Gegenwart. Und zwischen Menschen, die hier ankommen – und oft ein Stück mehr mitnehmen, als sie erwartet haben.

Foto: Grand Hotel Les Trois Rois