Advertorial: Lebenskraft stärken

1. März, 2025 | Ausgabe I/2025, Ein Team., Ein Team. [I/2025]

Die Kraft des Bewegungsapparates eines Pferdes stärken, seine Beweglichkeit verbessern, Verspannungen lösen, bei gesundheitlichen Einschränkungen unterstützen oder die Stressresilienz erhöhen – Shiatsu soll Blockaden oder Stauungen des Energieflusses beseitigen und Selbstheilungskräfte fördern. Es ist eine sanfte Berührungs- und Massagemedizin aus Japan, verwurzelt in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Die fernöstlichen Methoden und Techniken sind im Humanbereich weit verbreitet und geschätzt. Auch bei Tieren und insbesondere bei Pferden finden Shiatsu-Behandlungen inzwischen großen Anklang. Die Schweizerin Verena Schläfli und die Österreicherin Doris Waldhäusl behandeln seit vielen Jahren zahlreiche Tiere, sei es, um deren Wohlbefinden zu steigern oder um ihre Selbstheilungskräfte zu fördern. Seit 2006 bietet Verena Schläfli in der Schweiz Kurse und Ausbildungen für Shiatsu sowie Energie- und Chakra-Arbeit an. Seit 2016 führt sie auch Pferdeshiatsu-Kurse und -Ausbildungen in Österreich durch, seit 2022 gemeinsam mit Doris Waldhäusl, welche 2017 die erste Pferdeshiatsu-Ausbildung in Österreich besucht hatte.

Foto: Myriam Brunner

„Shiatsu funktioniert auf dem Konzept von Yin und Yang, also dem Körper als organische Einheit; entscheidend für die Gesundheit ist die Harmonie, das Gleichgewicht von Yin und Yang“, erklärt Doris Waldhäusl. „Im Fokus steht außerdem das Chi, die Lebenskraft oder Lebensenergie.“ Sie zeige sich in Form von Vitalität. Wenn das Chi jedoch nicht mehr natürlich fließe, könnten Spannungen oder Beschwerden entstehen. Shiatsu-Massagen wirken regulierend auf diesen Fluss. „Man wirkt dabei auf die Energiebahnen, die sogenannten Meridiane, ein“, sagt Verena Schläfli. „Auf diesen Meridianen befinden sich zahlreiche Akupunkturpunkte, die man ohne Kraft und mit sanftem Druck stimulieren kann, um körperliche oder seelische Blockaden zu lösen sowie Selbstheilungskräfte zu aktivieren.“

Shiatsu helfe bei vielen verschiedenen Problemen. So übertragen sich mentale Spannungen von uns Menschen zum Beispiel häufig auf unsere Pferde, beispielsweise, wenn wir gestresst in den Stall kommen oder sich unsere Gedanken um ein Problem drehen. Manchmal sorgt auch ein muskuläres Ungleichgewicht oder körperliche Überforderung des Pferdes für Verspannungen. In anderen Fällen zeigen die Tiere möglicherweise psychische Probleme, beispielsweise durch einen Stallwechsel, durch Ängste oder Trauer. Auch chronische Erkrankungen oder Schmerzen können durch Shiatsu positiv beeinflusst werden. „Bei einer Shiatsu-Behandlung erspüren wir zuerst den emotionalen Zustand und eventuelle körperliche Befindlichkeiten des Pferdes“, sagt Verena Schläfli. Der Beziehungsaufbau und das Vertrauen seien am Anfang essenziell für eine erfolgreiche Behandlung. „Als Therapeutinnen arbeiten wir aus unserer eigenen Mitte heraus, mit innerer mentaler Kraft. Nur dann ist es den Pferden möglich, sich uns zu öffnen und zu zeigen, was sie benötigen.“ Für Pferde-Shiatsu-Therapeuten sei es daher besonders wichtig, die Körpersprache der Tiere lesen zu können, da sie im Gegensatz zu menschlichen Patienten ja nicht reden könnten. „Wir beobachten das Pferd, berühren sanft bestimmte Meridiane, Zonen und Punkte, stehen ständig im Dialog.“ Achtsamkeit sei wichtige Voraussetzung für den Therapeuten. Man frage das Pferd, wie gefällt dir diese oder jene Berührung, soll sie besonders sensibel oder etwas kräftiger sein? Selbstverständlich dürfe das Pferd auch jederzeit „Stopp“ sagen. „Gerade Pferde, die Probleme mit gewissen Berührungen zeigen oder sich zu Beginn wehren, spüren schnell, dass sie so die Kontrolle im Dialog behalten dürfen und fühlen sich dann angenommen und verstanden“, berichtet Doris Waldhäusl.

Beziehungsaufbau und Vertrauen des Pferdes sind am Anfang essenziell für eine erfolgreiche Behandlung.
Foto: Myriam Brunner

Aber eine erfolgreiche Shiatsu-Behandlung bei Problemen bräuchte mitunter auch Zeit, die man den Pferden geben müsse. So erzählt Verena Schläfli beispielsweise von einem 17-jährigen Holsteiner Wallach, der mit starken Ataxien zu kämpfen hatte. Er konnte nicht mehr traben und galoppieren und war aufgrund seiner Kreuzstellung der Beine bereits mehrmals fast umgefallen. Das Pferd galt seit Längerem als nicht mehr reitbar, war unruhig und schwer zu handeln. Auch bekam der Wallach regelmäßig Medikamente, als er zu Verena Schläfli in Behandlung kam. Die Schweizerin behandelte ihn mit einfühlsamen Shiatsu-Massagen und er wurde zunehmend ruhiger. Das Chi begann wieder vermehrt zu fließen, Selbstheilungskräfte wurden in Gang gesetzt, das Pferd fand wieder zu mehr Gleichgewicht und Harmonie mit sich selbst. „Nach einem Jahr trat die Kreuzstellung der Beine viel seltener auf, der Wallach war wieder deutlich besser zu handeln und konnte sogar die Medikamente absetzen“, berichtet Verena Schläfli. Inzwischen befände sich der Wallach seit fünf Jahren in ihrer Behandlung und könne sogar wieder zehn bis fünfzehn Minuten am Stück geritten werden.

Doch nicht nur bei auftretenden Problemen wie Bewegungsstörungen, Schmerzen oder zum Beispiel Abwehrreaktionen beim Hufbeschlag erzielen Shiatsu-Behandlungen große Erfolge. Doris Waldhäusl ist sich sicher, dass sie auch präventiv zur Gesunderhaltung sehr viel beitragen. „Meine 37-jährige Stute ist der beste Beweis dafür und fit wie eine 20-Jährige“, lacht sie stolz. „Die regelmäßigen Massagen helfen ihr so zum einen, dass sich altersbedingte Probleme wie Arthrosen gar nicht erst groß bemerkbar machen.“ Denn nicht nur die Lebensfreude sei deutlich gestärkt. Man merke es auch unter anderem an der Kraft in Hinterhand und Rücken. Zum anderen vermittle der ständige einfühlsame Dialog mit der Stute aber auch eine große Wertschätzung, die viele Pferde gerade im Alter unbedingt benötigten.

Viele Menschen wollten mehr über die traditionelle Massage-Techniken bei Pferden wissen, oftmals selbst Pferdebesitzerinnen und -besitzer oder auch Humantherapeuten, die ihr Behandlungsangebot auf Tiere ausweiten wollten. So gründete Verena Schläfli zusammen mit einer Freundin vor etwa 19 Jahren die Tiershiatsu-Schule AKARI in der Schweiz. Dort bildet sie seither Interessierte in einem zweijährigen Lehrgang zu diplomierten Tiershiatsu-Therapeuten für Pferde sowie Hunde aus und bietet auch zusätzliche Workshops und Weiterbildungen an.
Der nächste Tiershiatsu-Lehrgang beginnt am 22. März 2025 in der Nordschweiz.
Der nächste Pferdeshiatsu-Lehrgang in Österreich findet ab Herbst 2025 unter der Leitung von Verena Schläfli und Doris Waldhäusl auf dem niederösterreichischen Steinbacherhof statt, in Modulen à drei Tage, verteilt über zwei Jahre. Die Auszubildenden üben zwischendurch selbstständig zu Hause weiter. Vervollständigt wird die Ausbildung durch verschiedene Online-Programme und ausführliche Materialien.

Expertinnen

Verena Schläfli (li.) ist Shiatsu-Therapeutin und seit 2006 auch begeisterte Shiatsu-Ausbilderin in der AKARI Tiershiatsu-Schule. Sie lebt mit ihren drei Hunden und zwei Katzen im Schweizerischen Flaach. Sie freut sich über jede Behandlung, die sie durchführen darf, und genießt dabei die fast meditative Verbundenheit mit den Tieren.

Doris Waldhäusl (re.) lebt mit ihren 13 Pferden und Ponys sowie zahlreichen weiteren Tieren auf dem Steinbacherhof in Niederösterreich. Sie hat sich auf Selbsterfahrungsseminare und therapeutische Angebote mit Pferden spezialisiert. Ihre Tiere genießen regelmäßige Shiatsu-Massagen. Seit 2022 leitet Doris Waldhäusl gemeinsam mit Verena Schläfli die österreichischen Tiershiatsu-Lehrgänge.
Foto: Privat