Autorin Jana Hoch krempelt mit ihren Werken derzeit ordentlich den Buchmarkt um. Im Interview verrät uns die 28-jährige Schriftstellerin und Pferdefreundin aus der Nähe von Hannover, woher sie ihre Muse nimmt und ob ihre Bücher schon bald im Kino zu sehen sein werden.

Jana, erzähl uns kurz von Dir: Was macht Dich, Deine Liebe zu den Pferden und zum Schriftstellertum aus?

Jana Hoch: Schreiben und Pferde sind meine Herzensthemen seit ich denken kann. Es gibt Fotos von mir, da bin ich etwa zwei Jahre alt und turne schon bei den Pferden rum. Seit ich schreiben kann, will ich Autorin werden. Meine ersten Geschichten habe ich schon in der Grundschule geschrieben. Damals war ich unglaublicher Sissi-Fan. Dementsprechend waren meine Geschichten mehr oder weniger Prinzessin Sissi-Geschichten, die von meinem Vater Korrektur gelesen werden mussten. Auf dem Weg zur Autorin gab’s einen kleinen Umweg. Zwischenzeitlich habe ich die Idee gehabt, lieber etwas „Fundiertes“ zu machen und habe Innenarchitektur studiert. Mein Pferd Jamie spiegelt mich jedoch sehr stark. Er hat mir sehr deutlich gezeigt, dass mich dieser Job einfach nicht glücklich macht. Seine Aussage war: Entweder Du kommst nicht mehr so übellaunig und gestresst zu mir oder ich arbeite einfach nicht mehr mit Dir zusammen. Das hat mich umdenken lassen und ich habe mich für das entschieden, was ich wirklich mag: Geschichten schreiben und die Zusammenarbeit mit Pferden. Und eben weil mir mein Pferd sozusagen den Weg gewiesen hat, ist die Pferdekommunikation auch wichtiger und zentraler Bestandteil meiner Bücher.

Wann ist Dir die Geschichte Deiner Trilogie eingefallen?

Jana Hoch: So eine Geschichte entwickelt sich immer mit der Zeit. Zuerst ist es nur eine verrückte Idee, dann bastele ich damit ein wenig herum und spiele die Geschichte im Kopf durch, bis ich denke: Ja, das könnte etwas sein. Ich glaube, der zündende Moment war im Jugendalter, als ich eigentlich ein Buch suchte, dass Liebes- und Pferdegeschichte in einem ist. Das gab’s nicht so richtig. Damals dachte ich dann schon: Ach, schreibst Du später einfach selbst. Das habe ich wahr gemacht.

Einen Charakter so zu erschaffen, dass er fesselt, stellen wir uns ziemlich aufwendig vor. In Deinen Büchern fesseln sowohl menschliche als auch pferdische Charaktere. Wie entstehen sie?

Jana Hoch: Was ich nicht schreiben wollte: Einen Roman, der wieder einmal von einem traumatisierten Pferd erzählt, das von einem Menschen geheilt wurde. Ich sehe die Beziehung zwischen Mensch und Pferd eher so, dass Pferde die Menschen verändern, und dass beide voneinander lernen können, wenn sie das nur zulassen und genau hinsehen. Mir geht’s also um genau diese intimen Momente in der Pferd-Mensch-Beziehung. Diese Charaktere zu schaffen, kann schon mal ein wenig dauern. Das ist wie im wahren Leben auch: Manche Menschen und Pferde lernt man schnell und einfach kennen und manchen muss man sich langsam nähern. Mir ist wichtig, vielschichtige Charaktere zu erzählen, solche die sich entwickeln können – manchmal sogar in eine Richtung, die ich zu Beginn des Schreibprozesses noch gar nicht absehen kann. Ganz wichtig ist mir dabei immer die Sprache, die ich meinen Charakteren in den Mund lege. Die Art wie jemand spricht, sagt in der Regel schon sehr viel über ihn aus.

Wenn Du Deine Bücher mit nur drei Worten beschreiben dürftest: Welche wären das?

Jana Hoch: Romantisch. Royal. Lieblingsort. Lieblingsort deshalb, weil ich mich selbst in den Ort, an dem die Geschichte spielt, verliebt habe. Und auch, weil die Leser mir genau das rückmelden. Dass sie sich an diesem Ort so wohlfühlen.

An wen richten sich Deine Bücher?

Jana Hoch: Kernzielgruppe sind natürlich Pferdemädels in jedem Alter. Aber tatsächlich begeistern meine Bücher auch sehr viele Nicht-Pferdemenschen. Das zeigen mir die Rückmeldungen meiner Leser.

Hast Du schon Filmanfragen zu Deiner Triologie erhalten? Die Beschreibungen klingen ja perfekt für die Leinwand.

Jana Hoch: Nein, leider noch nicht! Das würde mich ungemein freuen, wenn die Bücher verfilmt würden. Vielleicht wird ja über dieses Interview jemand aufmerksam. Aber ich kriege von meinen Fans schon aufwendige Bewerbungen für die Hauptrollen.

Auf welches Buch/Geschichte von Dir dürfen wir uns demnächst freuen?

Jana Hoch: Im August erscheint mein erstes Kinderbuch „Pony Jamie – Einfach heldenhaft“ und im Herbst erscheint „Dancing with Raven – unser wildes Herz“. Beide Geschichtenbeschreibungen finden Interessierte schon online.

Schriftstellerin Jana Hoch und ihr Haflinger Jamie. Foto: Marilena Fortmann
Schriftstellerin Jana Hoch und ihr Haflinger Jamie. Foto: Marilena Fortmann