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Beitragsbild: PS Ranch

Pferde als hochsoziale Wesen verstehen sich darauf, über nahezu unsichtbare Signale mit ihren Artgenossen zu kommunizieren. Dabei sind sie immer offen und ehrlich, hegen keine Hintergedanken. Sie merken sofort, ob ihr Mensch ein Problem mit sich herumträgt und spiegeln es mit ihrem Verhalten. Ob wir Menschen nun einfach nur neben ihnen stehen oder im Sattel sitzen, ist dabei egal. Sind wir gestresst und dementsprechend verspannt, teilen wir diesen Gedanken unserem Pferd über unsere Muskelspannung mit. Die Idee des Therapeutisches Reitens beruht auf genau dieser feinen, natürlichen Gabe der Pferde. Häufig können Menschen, die psychisch beeinträchtigt sind, sogar besser mit dem Pferd umgehen als mit Menschen. Sie fühlen sich bei ihrem Vierbeiner verstanden und aufgehoben.

Was schätzen Sie besonders an Ihren Therapie­pferden?

Paulina Strobl: Das kann ich so allgemein nicht beantworten. Jedes meiner Therapiepferde hat seinen eigenen Charakter. Das liebe ich so an ihnen. Meine Aufgabe als Pferdetrainerin ist, ihre Eigenheiten, Stärken und Schwächen zu erkennen und entsprechend zu fördern und zu fordern. Ich habe meine Therapiepferde alle selbst ausgebildet. Sie alle zeichnen sich durch Selbstbewusstsein, Wohlwollen und Sicherheit aus. In meiner Verantwortung als zertifizierte Reittherapeutin liegt es, einzuschätzen mit welchem Klienten meine Pferde jeweils zusammenpassen.

Welche Art des Therapeutischen Reitens bieten Sie auf der PS Ranch an?

Paulina Strobl: Wir haben bewusst keinen Schwerpunkt festgelegt. Meine Ausbildung absolvierte ich in einem Institut, das den Schwerpunkt der Psychotherapeutischen Förderung mit dem Pferd hatte. Demnach besuchen uns unter anderem Menschen mit Defiziten im psychischen Bereich. Zu unseren Klienten zählen Menschen mit emotionalen Störungen, Ängsten, Depressionen, Essstörung, Persönlichkeitsstörungen, Traumata und geistiger Behinderung. Aber auch Kinder mit Entwicklungsverzögerung oder Auffälligkeiten im Bereich Wahrnehmung, Motorik und Kognition oder neurologischen Erkrankungen z. B. nach einem Schlaganfall sind darunter.

Wie sind die ersten Begegnungen der Klienten mit Ihren vierbeinigen Therapeuten?

Paulina Strobl: Die ersten Begegnungen sind alle sehr emotional. Und doch ist jede einzelne Begegnung individuell. Einige Klienten brauchen mehrere Einheiten, bis sie sich überhaupt trauen, das Pferd zu berühren. Andere wiederum entdecken ganz neue Lebensströme in sich. Sie sind dann für den Moment einfach unbeschwert und glücklich. Mir erwärmt jede einzelne dieser Beobachtungen das Herz, und es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, wie ein 500 kg schweres Wesen jedem Menschen – ob beeinträchtigt oder nicht – geduldig einen Weg aufzeigen kann.

Was lernen die Klienten bei Ihnen?

Paulina Strobl: Unsere Klienten werden über das Therapeutische Reiten ganzheitlich gefördert. Beim Putzen nehmen sie emotional Kontakt zum Pferd auf, fühlen sein weiches Fell, riechen seinen Duft – das baut zum Beispiel Berührungsängste ab und fördert die Achtsamkeit. Führt der Klient das Pferd, arbeitet er automatisch an seinem Selbstbewusstsein, seiner Durchsetzungskraft und seiner Konzentration. Sitzt ein Klient auf dem Pferd, schult er seine Balance und Koordination. Er hört seinem Körper und dem des Pferdes gleichermaßen zu. Dabei werden auch verspannte Muskeln gelockert.

Wie sieht so eine therapeutische Reitstunde auf der PS Ranch aus?

Paulina Strobl: Das ist sehr individuell. Jeder Klient bekommt eine Einzelsitzung. Sie beginnt mit dem Putzen des Therapiepferdes. Je nachdem welche Diagnose der Patient hat und was mit dem Therapeutischen Reiten gefördert werden soll, bin ich die Einzige, die die Therapie begleitet. Muss ein Klient auf dem Pferd gestützt werden, haben wir noch einen weiteren Helfer aus meinem Team dabei. Von Ausritten, Führübungen über kleine Parcours bis hin zu einfach nur auf der Koppel sitzen und den Pferden beim Grasen zusehen, ist alles möglich. …ein Leitsatz, der nicht nur unsere Arbeit, sondern unser Leben bestimmt.

Mehr Infos auf www.ps-ranch.de