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Endlich ist das Traumpferd gefunden. Es harmoniert am Boden und im Sattel, der Preis stimmt, die Optik ist zum Verlieben – dem gemeinsamen Leben als Pferd-Mensch-Team steht kaum noch etwas im Weg. Doch: Stimmt auch des Pferdes Kern oder wird das Traumpferd plötzlich zum finanziellen Albtraum, weil es bereits ein gesundheitliches Leiden mit sich herumträgt, das auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Vertrauen ist gut, Ankaufsuntersuchung ist besser! Wir haben mit den Rechts- und Versicherungsexperten Mara Kaltenborn und Daniel Jokisch über das Thema Ankaufsuntersuchung (AKU) gesprochen.

Eine Zukunfts-Investition

„Wir kennen das nur zu gut! Ist das Traumpferd gefunden, hat man schon mal die rosarote Brille auf“, sagt Rechtsanwältin Mara Kaltenborn von der Kanzlei Huf Law. „Dazu kommt: Eine Ankaufsuntersuchung kostet schnell 1.500 Euro. Je nachdem was man untersuchen lässt.“ Diese Summe könnte jedoch gut investiert sein. Jeder Pferdehalter weiß, wie schnell und hoch Tierarztkosten steigen können. „Ich rate meinen Kunden daher immer vor dem Kaufvertragsschluss zu einer Ankaufsuntersuchung“, sagt Versicherungsmakler Daniel Jokisch. „Ich möchte immer ein gesundes Pferd kaufen. Weiß ich vor der Unterschrift des Kaufvertrags, dass das zukünftige Pferd gesundheitlich tadellos ist, erspart das viele Diskussionen. Unter Umständen auch mit Versicherungen.“

Rechtsanwältin Mara Kaltenborn von der Kanzlei Huf Law
Rechtsanwältin Mara Kaltenborn von der Kanzlei Huf Law ist spezialisiert auf Rechtsthemen rund um Pferd und Reiter.

Jede Ankaufsuntersuchung beruht auf einer individuellen Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Tierarzt. Der Auftraggeber entscheidet über den Umfang und legt damit die einzelnen Bestandteile der Kaufuntersuchung fest. Wie intensiv das zum Verkauf stehende Pferd unter die Lupe genommen wird, liegt daher in seinen Händen.

Klinische Untersuchung: Die kleine AKU

„Umgangssprachlich werden zwei Arten von AKU unterschieden: kleine und große AKU. Medizinisch unterscheiden sie sich durch Röntgenbilder“, erklärt Daniel Jokisch von Reiter&Ross. Bei der klinischen Untersuchung, also der kleinen AKU, beurteilt ein Tierarzt von „Außen“:
▪ Allgemeinzustand des Tieres
▪ Abhören von Herz und Lunge
▪ Kontrolle von Fell, Augen, Haut und Zähnen
▪ Messung von Temperatur, Puls und Atemfrequenz
▪ Untersuchung von Nervensystem und Kot
▪ Abtasten von Rücken, Beinen und Unterbauch
▪ Überprüfung des Gangs des Pferdes
▪ Beugeprobe (auch Provokationsprobe genannt). Dabei werden die Beine jeweils für 60 Sekunden stark angewinkelt.
Anschließend wird das Pferd im Trab auf einer geraden Strecke angesehen. So können Lahmheiten ausgeschlossen werden.

Wird die klinische Kaufuntersuchung sorgfältig durchgeführt, können schon viele Risiken ausgeschlossen werden. Nicht bekannt ist dann aber, wie die Knochen des Pferdes tatsächlich aussehen. Denn Krankheiten wie Fesselträgerschäden, Probleme an der Hufrolle, Anlage zum Spat, Veränderungen an den Wirbeln sowie frühere Hufrehe und Gelenkchips können bei der klinischen Untersuchung nicht ausgeschlossen werden.

Versicherungsmakler Daniel Jokisch von der Agentur Reiter&Ross
Versicherungsmakler Daniel Jokisch von der Agentur Reiter&Ross ist spezialisiert auf Versicherungen rund um Pferd und Reiter.

Röntgenologische Untersuchung: Die große AKU

Deutlich teurer aber auch aufschlussreicher ist die röntgenologische Untersuchung des Pferdes. „Für diese Untersuchung fertigt der Tierarzt nach der Standarduntersuchung noch in der Regel bis zu 12 Röntgenaufnahmen des Pferdekörpers an“, erklärt Rechtsanwältin Mara Kaltenborn. Bei der röntgenologischen Untersuchung, also der großen AKU, prüft der Tierarzt auch von „Innen“:
▪ Die Pferdebeine: Er nimmt jeweils Röntgenbilder von den Hufen, Fessel- und Sprunggelenken auf

Auf individuelle Anfrage erstellt der Tierarzt auch:
▪ Röntgenbilder von Hals-, Rückenwirbeln und Knien
▪ Ein Blutbild
▪ Eine Samenprobe bei Hengsten
▪ Eine endoskopische Untersuchung der Atemwege
▪ Ultraschallbilder

Welche AKU ist die passende?

Die Frage, welche Ankaufsuntersuchung denn die richtige Wahl ist, hängt vom späteren Einsatz des Pferdes ab. Denn der Tierarzt erstellt mit der AKU eine gesundheitliche Momentaufnahme des Pferdes, anhand derer er sich auch für oder gegen die Eignung des Pferdes für eine geplante Verwendung aussprechen kann. „Eine Zuchtstute kann zum Beispiel auch mit einem Sehnenschaden ihrer Aufgabe nachkommen. Sie wird aber sicher nicht mehr grazil durch ein Dressurviereck tanzen“, sagt Mara Kaltenborn. „Letztlich entscheidet der Auftraggeber, welche Untersuchungen eine AKU umfasst. Das kann der Käufer, aber auch der Verkäufer sein. Vor dem Auftrag sollte daher schriftlich geklärt werden, wer beauftragt und die Rechnung zahlt.“ Die Kosten für eine kleine AKU liegen zwischen 100 und 500 Euro, für den großen TÜV zwischen 500 und 2.000 Euro.

Wichtige Kriterien aus rechtlicher Sicht

In großen Verkaufsställen existieren häufig bereits TÜV-Protokolle für die jeweiligen Pferde, sogenannte Verkaufsuntersuchungen (VKU). „Hier ist Obacht geboten“, warnt Rechtsanwältin Mara Kaltenborn. Eine Verkaufsuntersuchung und eine Ankaufsuntersuchung haben unterschiedliche Haftungsgrundlagen. Bei der Verkaufsuntersuchung hat der Tierarzt im Auftrag des Verkäufers untersucht. Er haftet daher nicht dem späteren Käufer. „Verkaufsuntersuchungen sind immer Momentaufnahmen. Liegen sie bereits viele Monate zurück, war das Pferd in dieser Zeit vielleicht in einer Herde auf der Wiese, kann sich das Bild schon wieder völlig geändert haben, weil es zum Beispiel einen Weideunfall hatte.“ Wer also nicht die Katze im Sack kaufen will, beauftragt selbst einen eigens ausgewählten und auf Ankaufsuntersuchungen spezialisierten Tierarzt mit der Untersuchung des vermeintlichen Traumpferdes. „Ich rate meinen Mandanten auch immer zu einer Blutuntersuchung. Damit stellen sie sicher, dass das Pferd zum Zeitpunkt der AKU nicht mit Schmerz- oder Beruhigungsmitteln behandelt wurde“, sagt die Rechtsanwältin.
„Zudem ist ein vom Käufer beauftragter Tierarzt immer daran interessiert, eine einwandfreie AKU zu liefern. Übersieht der Tierarzt einen gravierenden Mangel am Pferd, den er auf Grund der durchgeführten Untersuchung hätte erkennen müssen, ist er dem Auftraggeber gegenüber schadensersatzpflichtig. Er hat also ein eigenes Interesse daran, dass die Untersuchung vollständig und genau ist.“

AKU verläuft positiv. Und dann?

Ergibt die AKU ein zufriedenstellendes Ergebnis, muss der Kaufvertrag genau geprüft werden. „Hier ist, je nach Kaufpreishöhe, rechtliche Unterstützung empfehlenswert. Trauen Sie als Käufer nicht blind dem vom Verkäufer vorgelegten Kaufvertrag oder eigener rechtlicher Recherchen“, sagt Rechtsanwältin Mara Kaltenborn. „Haftungsausschlüsse, Verjährungsfristen, Garantien, das alles sind Begriffe, die der Laie in der Regel nicht versteht oder zumindest nicht auf die jeweilige Situation rechtlich richtig einordnet. Ein aus dem Internet heruntergeladener Kaufvertrag dient so gut wie nie dem Käufer, sondern schützt Verkäuferinteressen. Dessen sollte sich jeder Käufer bewusst sein.“ Daher sollte ein Käufer den Kaufvertrag vor der Unterschrift immer durch einen auf Pferderecht spezialisierten Anwalt prüfen und sich im Hinblick auf seine Rechte beraten lassen.
Die vorliegende AKU erleichtert im Übrigen auch die nach dem Kauf empfehlenswerte Versicherung des Pferdes. „Eine Pferdehalter-Haftpflicht-Versicherung ist unumgänglich. Hohe OP-Kosten können über eine OP-Versicherung aufgefangen werden. Daher ist das Duo aus Haftpflicht- und OP-Versicherung fast immer sinnvoll“, rät Versicherungsmakler Daniel Jokisch. „Genauso wichtig ist die Absicherung der Reiterin bzw. des Reiters. Hier kommen viele Versicherungen, wie z. B. Arbeitskraftabsicherung, Krankenversicherung und Unfallversicherung in Frage. Was Sinn macht, muss aber immer im persönlichen Gespräch erarbeitet werden und ist maximal individuell. Hier halte ich nicht viel von pauschalen Ratschlägen. Reiten und der Umgang mit Pferden birgt nun mal Risiken, die im schlechtesten Fall unsere Existenz bedrohen können, dafür ist meistens nicht viel nötig. Wir sollten unserer Liebe zum Pferd nicht nur vertrauen, sondern sie auch versichern.“

Gut beraten spart Kosten

„Durch unsere Kooperation sind wir darauf spezialisiert, Pferdeliebhaber vom Kaufwunsch bis hin zur bestmöglichen Versicherung – aber auch im Streitfall nach dem Kauf – kompetent zu begleiten und Unklarheiten im Hinblick auf Rechtsgrundlagen und Versicherungen zu klären“, sagt Daniel Jokisch von der Agentur Reiter&Ross. „Wer also kurz vor dem Pferdekauf auf Nummer sichergehen will, den beraten die Kanzlei Huf Law und ich in dieser Hinsicht.“

Termine sind möglich auf reiterundross.de und auf huflaw.de